Rudergemeinschaft Bottrop

Author Archives: Gerd Oelerich

3 Ehrgeizige Mannschaften auf der Nikolausregatta

Gruppenbild des (zahlen-) starken Bottroper Teams

Mit gleich drei Booten war die Rudergemeinschaft Bottrop bei der 41. Nikolausregatta der Kettwiger Rudergesellschaft vertreten. Die traditionsreiche Langstreckenregatta über 4.000 Meter bildete für viele Aktive den sportlichen Saisonabschluss und lockte in diesem Jahr rund 620 Ruderinnen und Ruderer an die Ruhr.

Den Auftakt aus Bottroper Sicht machte der Masters Mixed Gig-Doppelvierer. In der Besetzung Ralf Warkotsch, Janine Schoofs, Jörg Berger und Marlen Fies, gesteuert von Sebastian Deppe, ging das Team erstmals gemeinsam bei einer Regatta an den Start. Nach kurzem Einrudern folgte die Premiere auf der Strecke, die das Boot nach 21:01,5 Minuten beendete. In der stark besetzten Altersklasse D bedeutete dies Rang zehn, mit deutlichem Abstand zum letzten Boot – ein solides Ergebnis für den ersten gemeinsamen Auftritt.

Die schnittige „Eigen“ vor dem ersten Start

Im Anschluss übernahmen Henning Heinsohn, Gerd Oelerich-Hill, Franz Feikus und Jens Gruetzmann das Gig-Paradeboot „Eigen“ für den Masters Männer Gig-Doppelvierer. Auch hier blieb Sebastian Deppe auf dem Steuerplatz. Die Bottroper zeigten ein technisch sauberes und rhythmisches Rennen und erreichten nach 19:14,5 Minuten Rang vier in der Altersklasse F. Trotz kleiner Reserven bei der Endzeit zog die Mannschaft ein positives Fazit.

Großer Jubel herrschte schließlich beim dritten Bottroper Start. Im Masters Frauen Gig-Doppelvierer gingen Sarah Wischerhoff, Marlen Fies, Annika Daniel und Janine Schoofs an den Start, gesteuert von Harald Grzybek. Mit einem engagierten Rennen und einem starken Endspurt sicherte sich das Quartett in 21:09,7 Minuten einen hervorragenden zweiten Platz in der Altersklasse B.

Der Männer Masters Doppelvierer nach dem Rennen

Nach dem sportlichen Teil blieb ausreichend Zeit, die besondere Atmosphäre der Nikolausregatta zu genießen. Neben dem Fachsimpeln über Boote und Renntaktiken beeindruckten vor allem die zahlreichen Achter auf der Ruhr sowie das weithin bekannte gastronomische Angebot der Kettwiger Rudergesellschaft.

Die 41. Nikolausregatta wird den Bottroper Ruderinnen und Ruderern somit nicht nur wegen der sportlichen Ergebnisse, sondern auch dank bester Bedingungen ganz ohne Schnee, Regen oder Hochwasser in angenehmer Erinnerung bleiben.

Die doppelte Mosel

Die Mannschaft vor der Regatta-Kulisse. Drei der vier Ruderer nehmen seit über 45 Jahren an den hiesigen Bootsrennen teil

Noch unter dem positiven Eindruck der Teilnahme an einer Langstreckenregatta im Mai in Lüttich setzte der Doppelvierer der Rudergemeinschaft Bottrop seine Saison mit einem Start bei der 74. Regatta um den „Grünen Moselpokal“ fort. Die traditionsreiche Veranstaltung fand wie gewohnt am letzten Septemberwochenende auf der Mosel in Bernkastel-Kues statt und zog zahlreiche Breitensportler sowie ambitionierte Masters-Ruderer aus dem In- und Ausland an.

Die Regatta über eine vier Kilometer lange Strecke gilt als besonders anspruchsvoll: Der Kurs mit einer Wende auf halber Distanz verlangt den Teilnehmenden nicht nur hohe Ausdauer, sondern auch technisches Können, taktisches Gespür und sichere Steuerarbeit ab. Strömung und Flussverlauf stellen dabei jedes Jahr eine zusätzliche Herausforderung dar. Gleichzeitig sorgt die Kulisse der Moselweinberge für eine besondere Atmosphäre, die den Grünen Moselpokal zu einem festen Höhepunkt im Ruderkalender macht.

Der Masters-Männer-Doppelvierer mit Steuermann (MM 4x+ F) der Rudergemeinschaft Bottrop startete am Samstag um 12:33 Uhr in einem stark besetzten Feld von zehn Booten. In der Besetzung Jens Gruetzmann, Gerd Oelerich-Hill, Franz Feikus und Martin Feikus, gesteuert von Sebastian Deppe, zeigte die Mannschaft eine geschlossene und technisch saubere Leistung. Mit einer Zeit von 17:52 Minuten belegte das Team einen hervorragenden vierten Platz. Der Rückstand auf den dritten Rang betrug dabei lediglich drei Sekunden – ein Beleg für die hohe Leistungsdichte in diesem Rennen. Angesichts der kräftigen Strömung zeigten sich die Ruderer mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Besonders der lange Schlussspurt von der Straßenbrücke bis ins Ziel verlangte noch einmal volle Konzentration und Kraft.

Die Mannschaft nach dem Start auf der 4000 Meter Strecke

Ergänzend zum Wettkampf wurde die Regattateilnahme in diesem Jahr mit einer kurzen Wanderfahrt auf der Mosel verbunden. Moselfahrten im Herbst erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit in der Rudergemeinschaft und haben sich zu einer festen Tradition entwickelt. Am Freitag und Sonntag ging es daher zusätzlich in Wanderbooten auf das Wasser. Die sorgfältig ausgewählte Strecke, eine passende Unterkunft sowie gemütliche Abendlokale trugen zur geselligen Atmosphäre bei.

Neben landschaftlichen Eindrücken blieben auch besondere Situationen in Erinnerung: In einer schmalen Bootsschleuse verkeilten sich Bug und Heck zweier Boote, sodass eine Ausfahrt zunächst unmöglich war. Durch das beherzte Eingreifen einer Ruderin, die sich in der engen Situation mutig nach vorne arbeitete, konnten die Boote schließlich voneinander gelöst werden. Zudem zeigte sich einmal mehr, wie anspruchsvoll die Querströmung unterhalb eines Wehres sein kann – ein wichtiger Hinweis für alle, die auf der Mosel unterwegs sind.

Die Kombination aus sportlichem Wettkampf und gemeinschaftlicher Wanderfahrt machte die „doppelte Mosel“ für alle Beteiligten zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Mit einem starken vierten Platz beim Grünen Moselpokal und vielen positiven Eindrücken auf dem Wasser blickt die Mannschaft zufrieden auf den Abschluss der Regattasaison zurück.

RGB lässt Vereinsjahr 2024 ausklingen

Die lange Tafel am Ende des Muschel-Ganges

Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu, doch die letzten Wochen waren für die Mitglieder der Rudergemeinschaft Bottrop alles andere als ruhig. Trotz wetterbedingter Herausforderungen wurde mit einer Reihe von Veranstaltungen sowohl auf dem Wasser als auch an Land ein gelungener Jahresabschluss gefeiert.

Abrudern und Muschelabend: Ein stimmungsvoller Abschied von der Wassersaison

Die Rudersaison 2024 wurde am traditionellen Abrudern beendet, das trotz der vorweihnachtlichen Kälte viele Mitglieder anlockte. Jugendliche und erfahrene Master-Ruderinnen und -Ruderer versammelten sich zu einem letzten gemeinsamen Training auf dem Wasser. Bis zum Sonnenuntergang waren alle wieder an Land, wo Uli und sein Team mit kulinarischen Genüssen warteten.

Der Muschelabend nach dem Abrudern war ein voller Erfolg. Eine warme Kartoffelsuppe und perfekt zubereitete Muscheln sorgten für gute Laune. Die lange Tafel im Vereinsraum bot Platz für alle und schuf eine familiäre Atmosphäre, in der anregende Gespräche geführt und die Erlebnisse des Jahres reflektiert wurden. Der Abend wurde mit einer gut sortierten Getränketheke abgerundet und war ein Highlight für alle, die ihn miterleben durften.

Weihnachtsessen: Kulinarischer Genuss und Vereinsgemeinschaft

Ähnliche Perspektive, anderes Ambiente: das Weihnachtsessen im Waldhof

Das Weihnachtsessen der Rudergemeinschaft wurde in diesem Jahr im Restaurant Waldhof im Revierpark Vonderort ausgerichtet. Die Wahl des Veranstaltungsortes erwies sich als ausgezeichnet, denn der Service war hervorragend, und die Küche bot eine breite Auswahl köstlicher Gerichte. Die Stimmung war ausgelassen, und schnell bildeten sich lebhafte Gesprächsgruppen. Nachdem die ersten Speisen serviert wurden, war die Atmosphäre geprägt von fröhlichem Lachen und angeregten Diskussionen. Die Teilnehmer probierten sich durch die angebotenen Getränke, und das Serviceteam meisterte auch die Nachmeldungen mit Bravour. Erst spät am Abend verließen die letzten Mitglieder das Lokal, während die anderen Tische längst leer waren. Dieses gemeinsame Fest war ein würdiger Jahresabschluss für den Verein.

Weihnachtsfeier der Jugendabteilung: Zwei Tage voller Spaß und Gemeinschaft

Tauschten kurz Pletten mit Golfschlägern

Die Jugendabteilung feierte ihr eigenes Jahresabschlussfest am 29. und 30. November 2024 mit einem zweitägigen Programm. Am Freitagabend trafen sich die Jugendlichen im Vereinsheim zu einem traditionellen Pizzaessen, das für eine entspannte Stimmung sorgte. Im Anschluss fand ein gemütlicher Filmabend im Jugendraum statt, bei dem heiße Getränke gereicht wurden. Die Übernachtung im Vereinsheim stärkte die Gemeinschaft unter den Teilnehmern.

Am nächsten Tag stand der sportliche Teil der Feier auf dem Programm. Die Jugend tauschte die gewohnten Ruder gegen Golfschläger und verbrachte einen unterhaltsamen Nachmittag bei Topgolf in Oberhausen. Diese Abwechslung wurde von den Jugendlichen begeistert aufgenommen und rundete die Feier perfekt ab.

Unvergessliche Erfahrung auf dem Neckar

Ruhiger Fahrtenbegleiter: der Neckar vor Heidelberg

Die Rudergemeinschaft Bottrop hat im Sommer 2024 mit einer beeindruckenden Wanderfahrt auf dem Neckar eine unvergessliche Erfahrung geschaffen. Vom 31. August bis zum 4. September ruderte eine engagierte Gruppe von sieben Ruderern und einer Ruderin durch malerische Landschaften und bewältigte gemeinsam sportliche Herausforderungen.

Eine Strecke voller Abwechslung

Die Wanderfahrt führte die Teilnehmer von Bad Wimpfen bis nach Heidelberg, eine Gesamtstrecke von 70 Kilometern, die in Tagesetappen von jeweils 20 Kilometern aufgeteilt wurde. Die gut durchdachte Planung sorgte dafür, dass die Gruppe komfortabel in zwei Hotels übernachtete und während der Tagespausen sowie beim abendlichen Beisammensein die malerischen Orte entlang des Neckars genießen konnte.

Werner Wärmetauscher

Reibungslose Organisation und moderne Hilfsmittel

Ein besonderes Merkmal der Fahrt war die reibungslose Kommunikation mit den Schleusenzentralen, die schnelle Schleusungen ermöglichte. Obwohl ein Hebewerk außer Betrieb war, konnte die Gruppe flexibel auf eine Bootsschleppe zurückgreifen, ergänzt durch den neuen mobilen Bootswagen des Vereins. Dies unterstrich die gut vorbereitete Organisation und die technische Ausstattung der Rudergemeinschaft.

Einblicke in die Bootsproduktion

Ein weiteres Highlight war der Besuch der renommierten Empacher Bootswerft am letzten Tag der Reise. Die Teilnehmer erhielten eine ausführliche Führung, bei der die Geschichte der Werft sowie die einzelnen Fertigungsschritte der berühmten gelben Boote präsentiert wurden. Ein unvergesslicher Moment war, als der Transporter des Deutschland-Achters direkt hinter dem Bottroper Bus einparkte – ein symbolischer Abschluss einer großartigen Wanderfahrt.

Zieleinlauf: Bottrop vor Deutschland Achter

Gemeinschaft und Erlebnisse

Die Wanderfahrt war nicht nur eine sportliche, sondern auch eine gemeinschaftliche Erfahrung. Die Pausen boten Gelegenheit zu Gesprächen und zum Genuss der idyllischen Umgebung. Auch ein Abstecher nach Heidelberg mit einem Rundgang durch die historische Stadt rundete die Reise ab. Überraschend, aber charmant: Der Kauf von Weihnachtsbaumkugeln im Sommer, ein kleines, aber humorvolles Detail der Fahrt.

Fazit

Die Wanderfahrt auf dem Neckar war ein voller Erfolg und wird den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben. Mit gutem Wetter, einer perfekten Organisation und einer tollen Gruppe bewies die Rudergemeinschaft Bottrop erneut, wie vielfältig und bereichernd das Vereinsleben sein kann. Der Blick richtet sich nun auf zukünftige Wanderfahrten und die nächsten Abenteuer auf dem Wasser.

Logistische Meister-Leistung

Wassern der Stegelemente

Am Mittwoch, dem 13. Dezember wurde am Rhein-Herne-Kanal der neue Schwimmsteg der Rudergemeinschaft Bottrop (RGB) montiert. Durch die reibungslose Zusammenarbeit zwischen dem Team aus Vereinsmitgliedern, den Monteuren der Herstellerfirma und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt konnte der mehrstufige Montageprozess schneller als erwartet umgesetzt werden.

Begonnen haben die Arbeiten am frühen Morgen mit der Anlieferung der Stegelemente an einer privaten Slipanlage unterhalb der Brücke der A42 über den Kanal. Dass Team der RGB nahm die Lieferung hier in Empfang, weil die langen Komponenten an dieser Stelle recht einfach abgeladen und zu Wasser gebracht werden konnten. Dabei kam ein filigran gesteuerter Frontlader aus Mitgliederkreisen des Vereins zum Einsatz.

Nachdem die Platten zum neuen Bestimmungsort Transportiert wurden und dort in Position gedrückt wurden, konnten die vertikalen Führungsprofile des Schwimmanlegers für das Verschweißen mit der Spundwand in Position gebracht werden.

Dann wurden die Abschnitte miteinander verschraubt und schließlich per Rollenlager in die Führung durch die senkrechten Profile gebracht. Zuletzt montierte das Land-Team, bestehend aus den Mitarbeitern der Montagefirma und Mitgliedern der Rudergemeinschaft, die bewegliche Rampe für den Zugang zum neuen Steg. Nach nur acht Stunden war damit der neue Anleger betriebsbereit.

Wartet auf die ersten Ruderboote: der neue Steg

Nicht ganz so schnell verlief zuvor die Demontage des alten Steges, der fix mit der Spundwand verbunden war. In fünf halbtäglichen Arbeitseinsätzen wurden die Stahlprofile und –Gitter mittels Schneidbrenner, Trennscheiben und Kettenzügen zerteilt, aus ihrer Position über dem Wasser gehievt und abtransportiert. Ausgeführt wurden diese aufwendigen Arbeiten wiederum von einem Trupp aus Vereinsmitgliedern. Spannend ist nun die Frage, wieviel der Erlös aus dem Verkauf des Schrottes zu den Gesamtkosten des Projektes beitragen kann.

Die Frage „warum überhaupt der Austausch?“ ist einfach beantwortet. Trotzdem die Trainingstrecke der Rudergemeinschaft ein künstlicher Kanal ist, schwankt der Wasserstand im zeitlichen Verlauf deutlich. Gründe dafür sind das Schleusen in Duisburg und Gelsenkirchen, das Pumpen an der Kanalmündung und vorbeifahrende Schiffe. Diese senken bei ihrer Passage zunächst den Pegel, indem ihre Schrauben das Wasser heckwärts drücken. Es läuft anschließend in Form einer überhöhten Welle zurück. Mit Zunahme der Größe der Kanalschiffe, ist in den letzten Jahren dieser Effekt stark gewachsen. Die Schwankung machen nun das Ab- und Anlegen der Boote nicht nur umständlich, sondern teilweise sogar gefährlich. Im schlimmsten Fall gerät beim Anlegen ein Ruder zwischen Steg und gesunkener Wasseroberfläche, was zum Kentern der schmalen Boote führen kann. Mit dem neuen Steg sind nun diese Phasen des Wassertrainings deutlich entspannt. Möglich wurde das Gesamtprojekt durch eine größere finanzielle Zuweisung aus dem Landesförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“.
Die offizielle Einweihung des Schwimmsteges soll im Rahmen des Anruderns 2024 am 16. März stattfinden.

Wanderfahrt auf dem Rad nach Wesel

Apres-Ski am Rhein in Götterswickerhamm

Knapp an der 5-Ruderer-Hürde ist in diesem Jahr die traditionelle Moselwanderfahrt gescheitert. Als Alternative bot der Wanderruderwart der Rudergemeinschaft flugs eine Radtour an, die von Grafenwald über Krudenburg (Hünxe) nach Wesel und dann über Götterswickerhamm zurück führte. „Ungefähr 70 km“, so der Reiseleiter. Acht Leute stark ist die Gruppe dann geworden, und 6:2 war das Verhältnis von Fahrrädern mit, zu Rädern ohne Motor. Das Feld der Radler blieb homogen und erreichte nach einem kleinen zahnmedizinischen Zwischenfall zur Mittagspause gemeinsam das Gasthaus am Rhein in Wesel. Wieder am Rhein aber ca. 18 km aufwärts, gab es in der Rheinwacht in Götterswickerhamm eine zweite gemütliche Pause, kurioserweise im Ambiente einer Berghütte.

Die „zahnärztliche Außenpraxis“ bei Krudenburg

Das hat die Stimmung auf dem letzten Teil der Fahrt noch einmal gefördert, die Strecke am Rotbach entlang bis zur Grafenmühle fährt sich noch besser bei guter Laune. Die ist unserem Guide aber leider vergangen als er stromlos in Grafenwald auflief und beim Absacker am Angelteich nicht mehr dabei sein konnte. Und die 70 km? zwischen 85 und 103 km hatten die Radler am Ende auf dem Tacho. Da kam wohl zu Werners Schätzung noch eine kosmische Konstante hinzu.

Feierliche Einweihung des Neubaus

Vereinsmitglieder und Gäste hören den Rednerinnen und Rednern im Clubraum aufmerksam zu

Eines der ersten Fotos von der RGB-Baustelle zeigt die Helfer und Helferinnen beim Räumen des Baufeldes, es werden Sträucher und Bäume gerodet. Das Bild stammt vom 28. November 2020.

Bis zur Einweihung des kompletten Gebäudes sind demnach 1.029 Tage vergangen und unzählige Fotos sind seitdem geknipst worden. Die Feierlichkeiten zur offiziellen Eröffnung begannen mit Begrüßungsreden des Vereinsvorstandes, des Sprechers des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes, des Vorstands des Bottroper Sportbundes und von Vertreterinnen unseres Sponsors, der Vereinten Volksbank. Im Beitrag des Vorstandes wurden u. a. einige Meilensteine des Projektes dargestellt und wie die 1.029 Tage gefüllt waren: mit 6.476 offiziellen Arbeitsstunden, davon 3.141 Stunden allein von unserm Projekt- und Bauleiter Harald Grzybek, der ausdrücklich gewürdigt wurde.

RGB-Vorsitzender Gerd Oelerich bei der Begrüßungsrede

Die nachfolgenden Redner zeigten sich deutlich beeindruckt. Herr Hummels vom NWRV wiederholte seine unveränderte Aussage, nach der unser Bootshaus das schönste im Land ist und lobte die Leistung, die in die Erweiterung gesteckt wurde. Auch Herr Buchheit vom Bottroper Sportbund fand anerkennende Wort über die viele Arbeit der Mitglieder der Rudergemeinschaft und hob hervor, dass die RGB mit dem Ergebnis bewiesen hätten, „dass sie es können“. Wobei er „es“ aufschlüsselte als das größte Bottroper Einzelprojekt im Rahmen der Fördermaßnahme „Moderne Sportstätten 2022“. Dass er darüber hinaus ein Förder-Nachschlag in Aussicht stellte, wurde natürlich mit Begeisterung aufgenommen. Auch die Vertreterinnen der Vereinten Volksbank sprachen Glückwünsche aus und wiesen auf den Support der Bank in Gestalt der Crowd-Funding-Aktion, des Überbrückungsdarlehens und des kostenfreien Girokontos hin. Auch für die Zukunft wurde uns die Unterstützung des Hauses zugesagt. Im kleineren Kreis gratulierten Vertreter des Rudervereins Oberhausen und des Vorstandes. Auch der RVO hat über die Fördermaßnahme einen Neubau am Kanal errichtet. Abgeschlossen wurde diese offizielle Phase der Feier durch ein Gruppenbild, das der Fotograf der WAZ mit unseren beiden Vorsitzenden sowie den sportpolitischen Vertretern und ihren Gastgeschenken aufnahm.

Mit einem Ständchen gestaltete der Shanty Chor „Leinen los!“ danach den Übergang zum gemütlichen Teil. Ein großes Kuchenbüffet, später abgelöst durch ein ebenso reichhaltiges Salatbüffet sowie Currywurst und nicht zuletzt die neue Theke brachten alle Gäste in gute Laune, die durch zwei Auftritte der „kalle moosherr experience“ noch gesteigert wurde. Die rockige Musik des Duos mit Sebastian Grzybek am Schlagzeugt ging auch den jungen Gästen ins Tanzbein.

Es war eine gelungene Veranstaltung und würdige Einweihung mit Gästen, die sich an allen drei Plätzen, dem Clubraum, der neuen Terrarasse und dem Vorplatz deutlich wohl fühlten. Vielen Dank noch einmal an alle Helferinnen und Helfer die das ermöglicht haben!

Wesermarathon: Silber plus 30 km

Gesteuerter Vierer mit Landdienst des 2. Tages

„Die schönste Schinderei im Frühjahr“ – so bewirbt der Deutsche Kanuverband den traditionellen Wesermarathon, zu dem in diesem Jahr zum 51. Mal eingeladen wurde. Über 1000 Kanuten und Ruderer:innen aus ganz Deutschland und dem nahen Ausland folgten der Einladung und ließen am Sonntag, dem 7. Mai, in Hannoversch Münden ihre Boote am frühen Morgen zu Wasser. Die Schinderei wird je nach Streckenlänge, die am Tag zurückgelegt wird, belohnt: 53 km werden mit einer Bronzemedaille, 81 km mit Silber und 134 km mit Gold ausgezeichnet. Dafür sitzen die Teilnehmenden ca. fünf bzw. acht bzw. zwölf Stunden im Boot.

Der Wesermarathon ist eine der Stammveranstaltungen im Kalender der Rudergemeinschaft Bottrop, die auch in diesem Jahr wieder mit einem gesteuerten Vierer-Boot dabei war. Zum offiziellen Start um 6:00 Uhr legte die „Prosper“ am Zusammenfluss von Fulda und Werra ab und startete in einen langen Tag auf dem Wasser.

„Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“

53 km sollten genug sein für eine längere Ruhezeit, aber alle Anlegestellen beim Kanuverein in Beverungen waren belegt und so ging die Fahrt mit Pausen auf dem Wasser gleich weiter mit dem Etappenziel Holzminden, immer wieder aufgelockert durch kurze Snaks mit Mitfahrenden in Kanus und Ruderbooten. Viel gab es zu sehen unterwegs: Rapsfelder, Berge, Störche, Reiher – und zu hören: „Kuckuck!“, und so manches Mal drehte im kurvigen Verlauf der Weser der relative Wind.

Holzminden liegt 81 Kilometer flussabwärts von Hann. Münden und damit war die Silbermedaille, das Ziel des Bottroper Teams, errudert. Das Boot wurde hier für die Nacht abgelegt und der Rest des Tages galt dem kulturellen Rahmenprogramm in Hameln.

Weserkurve mit felsigem Ufer

Der nächste Tag begann nicht ganz so früh für die Ruderriege, um 10:00 Uhr wurde das Boot wieder zu Wasser gelassen und ein neuer Streckenabschnitt auf der Weser in Angriff genommen. Bei bestem Wetter und guter Strömung wurden weitere 30 km absolviert bis dann in Bodenwerder bei Flusskilometer 111 der Vierer mit Zubehör für die Rückfahrt auf dem Hänger verladen wurde. Es soll nicht die letzte Fahrt auf dem Dreiländer-Fluss gewesen sein.

Die RGB feiert wieder Sommerfest

Michael Gerdes, Mitglied des Bundestages, bei der Taufe unseres Motorbootes

Lange musste die Rudergemeinschaft bangen und trotz ungewisser Randbedingungen wurde versucht zu planen. Viele Überdachungen wurden aufgrund des Wetters aufgestellt, um möglichst viele trockene Plätze anbieten zu können. Denn wegen Corona konnte nur im Freien gefeiert werden. Auch dem Zielgericht konnte ein trockenes Plätzchen angeboten werden, denn nach vielem hin und her kamen doch noch Meldungen für vier Rennen um die Bottroper Stadtmeisterschaft zusammen.

Was trotz des Regens richtig strahlte, war das neue Motorboot. Frisch gewaschen und gekränzt wartete es auf seine Bootstaufe durch die hohe Politik. Und auch die hat es sich in bemerkenswerter Treue nicht nehmen lassen, wieder zahlreich am Kanal zu erscheinen und das Sommerfest der Rudergemeinschaft Bottrop prominent zu eröffnen. Abgeordnete von Bundes- und Landtag sowie Bürgermeister und Bürgermeisterin haben in ihren Reden durch ihr Dabeisein und in manchem Hintergrundgespräch die sportliche und gesellschaftliche Bedeutung und Konstanz der Rudergemeinschaft hervorgehoben.

Der Erste Bürgermeister Klaus Strehl eröffnet das Sommerfest und begrüßt unsere Gäste

Vier Rennen zu starten und über die Strecke zu bringen, ist keinesfalls nur halb so schwer wie die doppelte Anzahl. Wer weiß das besser als das technische Regattatermin mit Zeitnehmern und Starterin, angeführt durch den Regattasprecher Kurt? In gewohnt eloquenter Weise informierte er über Ruderer und Bootsklassen, überbrückte längere Wartezeiten und technische Pannen und hielt dabei das Publikum auch im Regen an den Startbahnen. Bezüglich einer Havarie sind bereits Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung beschlossen.